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Samstag, 11. Juli 2009, 20:14

Schamanismus und Heilen

Spirits und Geister
Das Fundament des schamanischen Heilens ist keine Lehre im üblichen Sinne wie wir sie aus der Homöopathie, der chinesischen Medizin, der Ayurveda etc. kennen. Schamanismus ist der Erfahrungsschatz vieler Generationen, die HeilKräfte der Elemente, der Natur und des Kosmos wahrzunehmen, verstehen, lenken und anwenden zu lernen. Dabei wird grundsätzlich mit dem Spirit, der Seele, den Geistern dieser Kräfte gearbeitet. Die Spirits sind eine unsichtbare Schöpferintelligenz die in jeder Pflanze ,jedem Tier, den Steinen, den Elementen, den kosmischen Welten, ja auch den Atomen innewohnt, Schamanen wissen um diesen Geist in allen Dingen, wissen dass alles miteinander verbunden ist, sich gegenseitig unterstützt und auch Wechselwirkungen hat. Und somit ist es eine der Hauptaufgaben des Schamanen die Welt der Spirits mit der körperlichen, psychischen und mentalen Welt in Einklang zu bringen und Harmonie und Balance zu halten.

Verschiedene Konzepte der Heilung
Die Hauptaufgabe eines Schamanen beim Heilen ist es, die spirituellen Voraussetzungen für die Genesung des Patienten zu schaffen. Ein Schamane arbeitet nie in erster Linie körperlich und auch nicht psychologisch, sondern spirituell. Der Umgang mit Heilkräutern, Medizin, Handauflegen, Chakren etc. spielt eine untergeordnete Rolle. Im uns bekannten Sinne, wird einem Patient eine Medizin oder ein Heilkraut verordnet, welches dann im Organismus des Patienten eine ganz bestimmte heilende oder lindernde Wirkung hervorruft.

Homöopathie
In der Homöopathie wird das Heilkonzept dann schon feinstofflicher. Von der Natur kommende Stoffe, teilweise hochgiftig, werden durch ein bestimmtes Herstellungsverfahren so stark verdünnt dass sich in den homöopathischen Kügelchen, Tabletten oder Tropfen kein einziges Molekül des ursprünglichen Stoffes befindet. Die Substanz die wir sehen, das Kügelchen oder die Tropfen dienen lediglich als Träger für das eigentliche Heilmittel, das nunmehr die reine Energie des Wirkstoffes ist.

Das schamanische Heilverständniss
Die Schamanen gehen noch einen Schritt weiter. Wir wissen, dass der Schamane mit der Welt der Geister und der Götter in Verbindung steht. Der Schamane ist ein Wanderer zwischen diesen Welten. Die Geister, auch die Spirits genannt, sind die Verbündeten und Helfer eines Schamanen. Wenn sich der Schamane in eine nichtalltägliche Bewusstseinsebene versetzt, kann er mit Hilfe seiner Verbündeten und Spirits in andere Wirklichkeiten reisen und dort entweder die notwendigen Heilarbeiten verrichten, oder Erkenntnisse, Informationen und Rat sammeln.
Der Schamane fungiert in dieser Heilarbeit als der Träger spiritueller Heilkräfte. Er bittet seine Spirits um Hilfe für seine Klienten. Die Ausführenden und Heilenden sind dann diese spirituellen Kräfte, der Schamane ist lediglich ein Medium. Hier mag der Vergleich eines Geistheilers, oder eines Geistlichen helfen. Auch diese sehen sich als Kanal für eine göttliche Kraft. Nicht sie selbst sind die Heilenden, sondern höhere Kräfte die durch ihre Vermittlung in den Körper des Patienten einfliessen können und die Selbstheilung aktivieren.
In der schamanischen Sicht sind die Übertragungsmöglichkeiten der spirituellen Kräfte für die Gesundung des Klienten sehr vielfältig, wie ich an folgendem Beispiel darstellen möchte: Der Schamane erhält von seinen spirituellen Kräften die Information, dass eine bestimmte Pflanze den Heilprozess des Klienten unterstützt. Die Heilhraft dieser Pflanze kann nun nach folgenden Möglichkeiten übertragen werden.

1. Der Schamane unternimmt eine Reise in die Nichtalltägliche Wirklichkeit und besucht das spirituelle Energiefeld dieser Pflanze. Mit Hilfe seiner Geister transportiert er die Heilkraft aus der spirituellen Wirklichkeit, auch Nagual genannt, in die alltägliche Wirklichkeit/ dem Tonal. Zurück von dieser Reise wird er die Heilkraft der Pflanze einblasen, einrasseln, eintrommeln, über die Hände einleiten, über einen Gesang einschwingen …

2. Der Schamane nimmt diese Pflanze persönlich ein, als Tee oder lediglich kauend ein Blatt um die Information der Pflanze über die Schleimhäute einzunehmen und überträgt die Heilwirkung auf den Patienten.

3. Diese Pflanze wird vom Patienten selbst eingenommen. Nun kann dies jedoch durchaus eine Pflanze sein, die keinerlei Wirkstoffe beinhaltet die im klassischen Sinne förderlich für die Krankeit des Klienten wäre. Diese Pflanze wurde dann darum gewählt, weil es eine Medizinpflanze ist mit deren spiritueller Energie der Schamane persönlich gut arbeitet. In diesem Falle würde man diese Pflanze als pflanzlichen Verbündeten bezeichnen. Die Kraft in dieser Pflanze liegt nicht darin, weil sie krankheitsspezifische Stoffe enthält, sondern diese Pflanze ist dann der Träger der heilenden Kräfte des Schamanen, der heilenden Kräfte seiner spirituellen Helfer und Geister. Übrigens, welche Vorgangsweise nun der Schamane nimmt, teilen ihm seine Geister mit.

Heilen von spirituellen Feldern
Nach schamanischer Vorstellung hat jeder Mensch in der körperlichen, wie in der psychischen und der mentalen Energiefelder verschiedene Kräfte und Energien die auch Verbindungstore in die spirituellen Nagualwelten sind. So besitzt jeder Mensch z.B. ein Krafttier.
Das Kraftier repräsentiert eine Medizin, eine Energiefreuquenz die heilend, stärkend und unterstützend unser Leben begleitet. Vernachlässigen wir nun unseren Körper, unsere Psyche oder unseren Geist durch Drogen- und Medikamentenmissbrauch, Fehlernährung, mangelnde Bewegung, durch Phlegma und Sichgehenlassen, durch negative Gefühle wie €ngste, Neid und Missgunst wird sich unser Krafttier nicht mehr bei uns wohlfühlen und unser Energiefeld verlassen. Es entsteht ein Defizit, ein leerer Raum welches mit einer Energie besetzt wird, die dann dort nicht richtig am Platze ist. Schwäche, Erkrankungen und Beschwerden entstehen. Auch andere spirituelle Energien und Kräfteausrichtungen verlassen uns, wenn wir nicht gut zu uns selber schauen.
Schwere Schicksalsschläge, Liebeskummer, Traumas und Stress hingegen können im schamanischen Heikonzept zur Flucht von Seelenanteilen führen. Wir kennen dieses Phänomen aus der Psychologie als Partielle Dissoziation. Hier entsteht dann im Seelenfeld ein Vakuum, welches durch eine Energie aufgefüllt wird, die dort nicht hingehört. Ein Schamane kann nun unter Hilfe seiner Krafttiere und Verbündeten die verlorenen Kräfte und Energien wieder an seinen ursprünglichen Platz zurückführen.

Die Kunst eines Schamanen
Im schamanischen Sinne gibt es weder gut noch böse. Es ist alles neutral. Nur wenn irgendwo ein Defizit ist oder etwas einen Platz eingenommen hat, wo es nicht hingehört, muss es wieder in ein harmonisches Gleichgewicht gebracht werden. Und dies ist die Kunst eines Schamanen. Er ist ein Vermittler heilender spiritueller Kräfte um negative Energiefelder in positive Kräfte umzuwandlen.

Hilfe zur Selbstheilung
Ein Schamane wird niemals eine fachspezifische ärztliche Betreuung ersetzen. Aber Schamanismus kann helfen einen Selbstheilungsprozess in Gange zu setzen, der sich auf einer spirituellen Ebene abspielt und dann weitergreifend in die psychischen und körperlichen Energiefelder des Patienten manifestiert.
Schamanische Heilarbeit erfordert sicherlich Grenzen unseres westlichen Denkens zu überwinden und zu überschreiten. Die Effektivität dieser Arbeit spricht für sich. 1980 wurde von der Weltgesundheitsorganisation dem Schamanismus in der Behandlung von psychosomatischen Krankheiten dieselbe Bedeutung zuerkannt wie der westlichen Medizin. Inzwischen werden an verschiedenen Unikliniken Deutschlands schamanische Methoden wissenschaftlich begleitet und erforscht.




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