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Sonntag, 18. Oktober 2015, 15:40

Die Gefährtenschaft - Zur Verfügung gestellt von Sir Mikal (Woelmy Resident)

Die Gefährtenschaft

Die Freie Gefährtenschaft

Die freie Gefährtenschaft ist die goreanische Form der Ehe und zumindest in den meisten goreanischen Städten mit Ausnahme Port Kars üblich. Eine Freie Gefährtenschaft dauert zunächst ein einziges Jahr, dann muss sie mit dem Wein der Liebe erneuert werden, oder sie wird aufgelöst. Die Erneuerung muss zur zwanzigsten Stunde, also genau um Mitternacht des Jahrestages vollzogen werden. Stirbt jedoch einer der Partner oder wird versklavt, wird die freie Gefährtenschaft folglich auch aufgelöst. Es ist nicht bekannt, ob die beiden Parteien einer freien Gefährtenschaft diese, wie bei einer Scheidung auch auflösen können, bevor das Jahr abgelaufen ist. Da es sich um eine vertragliche Angelegenheit handelt, besteht zumindest diese Möglichkeit, aber in den Büchern wird sie nicht beschrieben. Allerdings ist die Freie Gefährtenschaft eine sehr ernste Angelegenheit für Goreaner. Man geht sie nicht leichtfertig ein und es erscheint unwahrscheinlich, dass die Goreaner einen Grund sehen sollten, sie vor Ablauf des Jahres zu beenden. Es gibt allerdings auch Menschen, die eine Freie Gefährtenschaft anders empfinden. „Einige Goreaner halten eine freie Gefährtenschaft für so etwas wie vertraglich geregelte Sklaverei.“ (Die Blutsbrüder von GOR)

Eine freie Gefährtenschaft kann entweder abgesprochen sein oder von den beiden Parteien freiwillig eingegangen werden. Handelt es sich dabei um eine Absprache, gibt es häufig einen wirtschaftlichen Ausgleich für den Vater der Frau, auch Brautpreis genannt. Dies ist der Aufwand an Geld oder Waren, den der vorgesehene Mann dem Vater der Frau übergeben muss, wenn er seine Tochter als freie Gefährtin wünscht. Der Brautpreis für Frauen von hoher Kaste wird oft in Gold oder Tarns beglichen. Eine wunderschöne Frau wird vermutlich etwa vierzig Tarns kosten, während die Tochter eines Administrators etwa einhundert Tarns bringen würde. Die Tochter eines Ubars könnte durchaus sogar tausend Tarns kosten. Die unteren Kasten arrangieren die freie Gefährtenschaft häufig so, dass der Brautpreis viel geringer bleibt. Einige der Frauen kennen noch nicht mal das Gesicht ihres zukünftigen Gefährten vor der Zeremonie der Gefährtenschaft. Viele Frauen aus den unteren Kasten kennen trotzdem ihren zukünftigen Gefährten, auch wenn sie es nicht zugeben würden. Sehr oft ist es jemand aus ihrer Kaste, jemand, den sie auf dem Markt getroffen haben oder in den Strassen der Stadt. Die Frau könnte „…das gleiche Mädchen sein, dass ihn gestern mit einem Fisch geschlagen und ihm einen solchen Schwall an Beschimpfungen entgegen geschleudert hat, dass ihm immer noch die Ohren klingeln,…“ (Der Geächtete von GOR)

Die Bücher enthalten leider keine Beschreibung einer kompletten Gefährtenschaftszeremonie, lediglich kleine Ausschnitte über ihren Inhalt. Darüber hinaus ist es klar, dass sich die Zeremonie von Stadt zu Stadt unterscheidet. Der einzige gemeinsame Faktor besteht darin, dass die Zeremonie das Trinken eines speziellen Weines, des Weines der Liebe mit einschließt. Bei einigen dieser Zeremonien greift das Paar während des Trinkens mit den Armen ineinander. Der Wein muss während der Zeremonie sehr oft getrunken werden, um diese abschließen zu können. Bei einigen dieser Zeremonien muss die Braut acht Schleier tragen, von denen mehrere während bestimmter Phasen der Zeremonie vom Mann entfernt werden. In manchen Städten wird der letzte Schleier nach der Zeremonie im privaten Rahmen entfernt, in anderen Städten während der Zeremonie in der Öffentlichkeit.

Es ist nicht erlaubt, mehr als einen freien Gefährten oder eine freie Gefährtin gleichzeitig zu haben. Es gibt aber keinerlei Beschränkung für aufeinander folgende Gefährtenschaften. Freie Frauen ändern ihren Namen in einer Gefährtenschaft nicht wie auf der Erde in einer Ehe oft üblich. Eine freie Gefährtenschaft wird im Allgemeinen durch einen Gefährtenschaftsvertrag geregelt, der die ihre Bedingungen umschreibt. Die Bücher beschreiben wiederum auch keine Details solcher Verträge. Manchmal gibt es ein Festgelage bei der Feier der Gefährtenschaft. Bei diesem Ereignis trägt die Frau üblicherweise einen Brautkranz aus Talenderblumen. Sollten die angehenden Gefährten aus unterschiedlichen Städten kommen, kann der Feier eine Gefährtenschafts- oder Verlobungsreise vorausgehen, bei der die Frau zur Stadt des Mannes reist. Je wohlhabender das Brautpaar ist, desto komplizierter wird diese Reise gestaltet. Tarnreiter haben den Brauch, dass der Krieger seine zukünftige Frau spielerisch einfängt und sie über den Sattel seines Tarn bindet. Dann fliegt er mit ihr fort, ihre Kleidung unter dem Vogel zu Boden werfend. Einige Männer befreien sogar ihre Sklavin, um sie zu seiner freien Gefährtin zu machen.

Eine freie Gefährtin, besonders eine von hoher Kaste, wird meist auch nur die Arbeit verrichten, die sie verrichten will. Im Allgemeinen arbeitet sie keinesfalls als Hausdienerin in ihrem Haus. Es gibt öffentliche Sklavinnen, die sich um solche Dinge wie das Kochen, Putzen und die Wäsche kümmern. Derartige Arbeiten gelten als unwürdig für freie Frauen, ganz besonders für solche von hoher Kaste oder von hohem Rang. Dadurch haben freie Frauen eine Menge Freizeit, besonders wenn sie keine Kastenarbeiten verrichten müssen und keine Kinder haben.
lackhuellthaut Lane
Chefschnitte und allwissende Müllhalde

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